Was ist Videografie? Bedeutung, Formate und worauf es ankommt
Videografie bedeutet, Videos mit einem klaren Ziel zu planen, zu drehen und zu schneiden. Hier erfährst du, was ein Videograf genau macht, wie sich Videografie von einer Filmproduktion unterscheidet und welche Formate für Unternehmen und Webseiten sinnvoll sind.
Videografie kurz erklärt
Videografie ist das Aufnehmen und Gestalten von Videos. Der Begriff setzt sich aus dem lateinischen „videre“ (sehen) und dem griechischen „graphein“ (schreiben, zeichnen) zusammen. Wörtlich heißt das so viel wie „mit bewegten Bildern schreiben“.
Im Alltag meint Videografie meist Videos für einen bestimmten Zweck: ein Unternehmen vorstellen, ein Event festhalten, ein Produkt zeigen oder neue Mitarbeitende gewinnen.
Was macht ein Videograf?
Ein Videograf begleitet ein Video vom ersten Gedanken bis zur fertigen Datei. Oft ist das eine Person oder ein kleines Team, das alle Schritte selbst übernimmt:
- Konzept: Ziel, Zielgruppe und Ablauf des Videos festlegen.
- Dreh: Kamera, Licht und Ton vor Ort, vom Interview bis zur Detailaufnahme.
- Schnitt: aus vielen Aufnahmen eine Geschichte bauen, mit Musik und Sounddesign.
- Farbe: Look und Farbstimmung einheitlich anpassen.
- Ausgabe: passende Fassungen für Website, YouTube, Instagram oder TikTok erstellen.
Videografie, Videoproduktion und Filmproduktion
Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Grob lassen sie sich so abgrenzen:
- Videografie: kleines Team, flexible Technik, oft dokumentarisch. Gedreht wird, was wirklich passiert, etwa im Betrieb oder auf einem Event.
- Videoproduktion: der Oberbegriff für die Herstellung von Videos, vom Erklärvideo bis zum Werbespot.
- Filmproduktion: großes Team mit Regie, Drehbuch, Darstellern und Set. Sinnvoll für Kinospots und aufwendige Kampagnen, für die meisten Unternehmensvideos aber überdimensioniert.
Typische Formate für Unternehmen
Diese Formate werden am häufigsten gebraucht:
- Reels und Shorts: kurze Hochformat-Videos für Instagram, TikTok und YouTube. Wann sie besser passen als ein langer Film, klärt der Ratgeber Imagefilm oder Reels.
- Imagefilm: zeigt in ein bis drei Minuten, wofür ein Unternehmen steht.
- Recruiting-Video: macht den Arbeitsalltag sichtbar und spricht künftige Mitarbeitende direkt an.
- Eventvideo: hält Veranstaltungen fest, als kurzes Aftermovie oder als Reels noch während des Events.
- Produktvideo: zeigt ein Produkt im Einsatz statt nur auf dem Foto.
- Interview: Kunden, Mitarbeitende oder die Geschäftsführung erzählen in eigenen Worten.
Videografie für Webseiten
Videos auf der eigenen Website wirken nur, wenn sie die Seite nicht ausbremsen. Ein paar Regeln aus der Praxis:
- Kurz halten: Ein Hintergrundvideo auf der Startseite braucht selten mehr als 10 bis 20 Sekunden in Schleife.
- Ohne Ton verständlich: Browser starten Videos stumm, die Botschaft muss also im Bild stecken.
- Klein komprimieren: Jedes Megabyte verlängert die Ladezeit, besonders am Handy. Ein Vorschaubild überbrückt die Zeit, bis das Video geladen ist.
- Hochformat mitdenken: Am Handy wirkt ein eigener Schnitt im Hochformat besser als ein verkleinertes Querformat.
- Lange Videos einbetten: Imagefilme und Interviews liegen besser auf YouTube oder Vimeo und laden erst beim Klick.
Was kostet Videografie?
Einen Pauschalpreis gibt es nicht, weil sich Projekte stark unterscheiden. Wie ein Dreh bei uns abläuft, steht auf der Seite Videograf in Oldenburg. Den Preis bestimmen vor allem diese Punkte:
- Anzahl der Drehtage und Drehorte
- Größe des Teams und Technik, etwa Licht, Ton oder Drohne
- Aufwand im Schnitt und Anzahl der Fassungen
- Musiklizenzen und Nutzungsrechte, zum Beispiel für Anzeigen
- Korrekturschleifen
Worauf du bei der Wahl eines Videografen achten solltest
Ein schönes Showreel allein sagt wenig. Wichtiger sind diese Fragen:
- Passende Referenzen: Arbeiten aus deiner Branche oder mit ähnlichem Anspruch.
- Guter Ton: Schlechter Ton fällt mehr auf als ein mittelmäßiges Bild.
- Klare Nutzungsrechte: Wo darfst du das Video zeigen, und wie lange?
- Alle Formate aus einem Dreh: Quer- und Hochformat, ohne zweiten Termin.
- Feste Ansprechperson: eine Person vom Konzept bis zur Abgabe.
Häufige Fragen
Wie schreibt man Videografie richtig?
Beide Schreibweisen sind gebräuchlich: Videografie und Videographie. Im Deutschen setzt sich die Variante mit f immer mehr durch, so wie bei Fotografie.
Was ist der Unterschied zwischen Videograf und Kameramann?
Ein Kameramann ist für das Bild am Set zuständig. Ein Videograf übernimmt meist das ganze Projekt, also auch Konzept, Ton und Schnitt.
Wie lange dauert ein Videodreh?
Für ein einzelnes Reel reichen oft wenige Stunden vor Ort. Ein Imagefilm braucht in der Regel ein bis zwei Drehtage, danach folgen Schnitt und Abstimmung.
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