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Ratgeber · Social Media

Social-Media-Agentur beauftragen: Checkliste und 12 Fragen vor dem Vertrag

Alle Angebote klingen ähnlich: Betreuung, Content, Reporting. Der Unterschied liegt darin, wer den Content dreht, wer deine Kommentare beantwortet und wem am Ende die Fotos gehören. Diese Checkliste führt dich durch die Entscheidung, von der Vorbereitung bis zu den zwölf Fragen vor dem Vertrag.

Jonas Schmidt, Gründer von Webgoyo5 Min. Lesezeit

Klassischer Porsche 911, fotografiert bei einer Content-Produktion von Webgoyo

Schritt 1: Was du vor der Anfrage klärst

Eine Agentur kann viel übernehmen. Sie kann nicht raten, wofür dein Kanal da ist. Ohne klare Antworten wird jedes Angebot ein Wunschzettel. Kläre deshalb vier Punkte, bevor du Angebote einholst:

  • Ziel: Recruiting, Sichtbarkeit, Anfragen oder Verkauf. Ein Ziel, nicht vier.
  • Kanäle: Wo willst du wirklich liefern? Instagram und TikTok brauchen andere Formate als LinkedIn, und für den Start reicht oft ein Kanal.
  • Frequenz: Wie oft soll etwas erscheinen, und hält dein Team die Freigaben in dieser Taktung durch?
  • Ansprechpartner bei dir: Wer ist intern zuständig, und wer entscheidet am Ende?

Schritt 2: Die Checkliste für das Angebot

Ein gutes Angebot ist unangenehm konkret. Hak diese Punkte einzeln ab:

  • Formate: Anzahl Reels, Videos und Fotos pro Monat, nicht nur „Content“
  • Drehtage: wie viele in der Laufzeit enthalten sind
  • Zuständigkeiten: wer dreht, schneidet, textet und Untertitel setzt
  • Freigaben: Anzahl der Freigaberunden pro Beitrag
  • Community-Management: wer Kommentare und Nachrichten beantwortet, und wann
  • Vertrag: Laufzeit, Kündigungsfrist und was mit offenen Beiträgen passiert
  • Nutzungsrechte: an Fotos und Videos, schriftlich geregelt
  • Report: welche Zahlen, wie oft und wer sie dir erklärt
  • Extras: was zusätzlich kostet und ab wann

Schritt 3: Die zwölf Fragen vor dem Vertrag

Schreib die Antworten mit. Zwei Angebote zum gleichen Preis werden sich hier deutlich unterscheiden. Spätestens bei der Frage nach den Nutzungsrechten trennt sich Professionalität von Routine.

  • Wer dreht den Content und mit welcher Ausrüstung?
  • Wie viele Reels, Videos und Fotos bekomme ich pro Monat, konkret in Zahlen?
  • Wie viele Drehtage sind in der Laufzeit enthalten?
  • Wer schreibt Texte, Hooks und Untertitel?
  • Wie viele Freigaberunden habe ich pro Beitrag?
  • Wer beantwortet Kommentare und Direktnachrichten, und in welcher Zeit?
  • Wem gehören Fotos und Videos nach dem Projekt? Sind Website, Anzeigen und Print eingeschlossen?
  • Was passiert, wenn ein Drehtag ausfällt oder verschoben wird?
  • Welche Zahlen stehen im Report, und in welchem Rhythmus kommt er?
  • Wie lang ist die Laufzeit, und wie kündige ich?
  • Wer sind meine festen Ansprechpartner, und wie erreiche ich sie?
  • Was kostet zusätzlicher Content außerhalb des vereinbarten Umfangs?

Der Punkt, den fast alle vergessen: Nutzungsrechte

Du zahlst für Fotos und Videos, also willst du sie auch nach der Zusammenarbeit nutzen dürfen. Für Website, Anzeigen, Print und Messestände. Lass dir schriftlich bestätigen, welche Rechte du bekommst, für welche Kanäle und wie lange. Ein mündliches „können Sie nutzen“ ist keine Grundlage, wenn später eine Anzeige geschaltet werden soll.

Und frag nach dem Rohmaterial. Wenn du die Aufnahmen später anders schneiden willst, ist die Antwort auf diese Frage wichtig.

Woran du einen guten Ablauf erkennst

Content, der wirkt, fällt nicht am ersten Tag vom Himmel. Ein sauberer Ablauf hat fünf Stufen: Analyse und Konzept, Planung und Strategie, Produktion, Veröffentlichung, Auswertung. Nach der Auswertung beginnt der nächste Monat mit dem, was funktioniert hat.

Frag im Gespräch, wie dieser Ablauf bei dir aussieht und wer welche Stufe verantwortet. Wer nur über Posting spricht und nie über Auswertung, arbeitet ohne Rückkopplung.

Was du selbst liefern musst

Zwei Dinge kann keine Agentur ersetzen: Zugang zu deinen Orten und Menschen für Drehtage, und Freigaben in vernünftiger Zeit. Wer zwei Wochen für eine Freigabe braucht, bremst jeden Redaktionsplan aus.

Und ehrlich: Wenn dein Team auf Anfragen erst nach Tagen reagiert, repariert auch das beste Reel das nicht.

Warnsignale im Angebot

Wenn dir einer dieser Punkte auffällt, frag nach, bevor du unterschreibst:

  • Es steht „regelmäßiger Content“ statt einer Anzahl.
  • Nutzungsrechte kommen erst auf Nachfrage zur Sprache.
  • Jede Änderung wird als Zusatzposten abgerechnet, ohne dass du die Grenze kennst.
  • Der Report ist ein Screenshot ohne Einordnung.
  • Der Ansprechpartner wechselt nach dem Vertrag.
  • Preise fallen erst im Gespräch, ohne dass der Umfang vorher klar wird.

So arbeiten wir bei Webgoyo

Wir betreuen Social Media, drehen das Bewegtbild und fotografieren dazu, alles aus einer Hand. Bei der Betreuung übernehmen wir den Kanal komplett: Kanalstrategie, Posting und Timing, Community-Management, Social Ads und Reporting. Du hast zwei feste Ansprechpartner, die deine Marke von Anfang an kennen, und bekommst jeden Monat eine Auswertung.

Der Umfang richtet sich nach Frequenz, Produktionstagen und Kanälen und wird in einer kostenlosen Kanal-Analyse geklärt. Wenn du eine Social-Media-Agentur in Oldenburg suchst, findest du die Bausteine der laufenden Social-Media-Betreuung im Detail auf unserer Seite.

Deine Checkliste für das Gespräch

Nimm die zwölf Fragen mit ins Gespräch. Wer sie ruhig und konkret beantwortet, hat sein Handwerk im Griff. Wer ausweicht, spart genau dort, wo es dich später Zeit kostet. Vorher abhaken:

  • Ein Ziel definiert, nicht vier
  • Kanäle und Frequenz festgelegt
  • Internen Ansprechpartner benannt
  • Angebot mit Zahlen zu Formaten, Drehtagen und Freigaben
  • Nutzungsrechte schriftlich geregelt
  • Laufzeit und Kündigungsfrist gelesen
  • Report und Auswertung im Ablauf verankert

Häufige Fragen

Wie lange sollte ich mich an eine Social-Media-Agentur binden?

Ein Kanal braucht einige Monate, bis er trägt. Kurze Testphasen zeigen deshalb selten, was eine Agentur kann. Bei Webgoyo beträgt die Mindestlaufzeit sechs Monate.

Was kostet eine Social-Media-Agentur?

Das hängt von Formaten, Drehtagen, Kanälen und Community-Management ab. Die Preisfaktoren im Detail stehen im Ratgeber Was kostet Social-Media-Betreuung?. Bei Webgoyo beginnt die laufende Betreuung bei einem vierstelligen Betrag pro Monat.

Sollte die Agentur aus meiner Region kommen?

Für Drehtage lohnt es sich. Eine Agentur in der Nähe ist schnell vor Ort und kann öfter drehen, ohne dass die Anfahrt den Plan bestimmt. Für reine Grafiken und Texte spielt der Standort eine kleinere Rolle.

Wem gehören Fotos und Videos bei Webgoyo?

Dir. Fertige Videos und bearbeitete Fotos darfst du zeitlich und räumlich unbegrenzt nutzen, ob auf der Website, in Anzeigen, im Print oder auf der Messe.

Stell uns die zwölf Fragen

In der kostenlosen Kanal-Analyse bekommst du konkrete Antworten für deinen Kanal.

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